Was ist eigentlich LRS?

Für Probleme beim Lesen und Schreiben gibt es sehr viele unterschiedliche Begriffe, manche von ihnen werden auch synonym verwendet. Dies sorgt häufig für Verwirrungen. Trotz dieser enormen Bandbreite an Begrifflichkeiten, steht bei mir das Kind mit seinen Stärken im Vordergrund und nicht eine Diagnose von Defiziten.

Im Schulbereich werden unterschiedliche Ausprägungen oft mit dem Begriff LRS zusammengefasst.

Von einer Lese- und Rechtschreibstörung spricht man dann, wenn beim Erwerb des Lesens und Schreibens massive Probleme auftreten, die in auffälliger Diskrepanz zur allgemeinen kognitiven Entwicklung stehen. Trotz konsequenter Förderung und Unterstützung stellen sich die Lernfortschritte wesentlich langsamer ein, als bei den anderen Kindern.

Die leichtere Form der Lese- und Rechtschreibschwäche kann vielfältige Ursachen haben. Unter Umständen können unzureichende Beschulung, familiäre Stresssituationen, allgemeine Lernprobleme, AD(H)S oder Sinnesbeeinträchtigungen den Lernerfolg beim Lesen und Schreiben beeinträchtigen.

Für das tatsächliche Lerntraining ist diese Unterscheidung jedoch nicht von Relevanz, denn für jedes Kind wird ein individuelles, auf seine persönlichen Lern- und Lebensbedingungen zugeschnittenes, Förderprogramm erstellt. Dieses ergibt sich aus einer zuvor durchgeführten Testung.

Früherkennung
In den meisten Fällen beginnen Kinder im Laufe des 2. Schuljahres mit einer Lese- und Rechtschreibtherapie. In diesem Zeitraum werden die Probleme akut. Dennoch gibt es einige Vorläuferfertigkeiten, die für die spätere Lese- und Rechtschreibleistung von großer Bedeutung sind. Diesen kann man auch schon im Kindergartenalter Beachtung schenken, insbesondere, wenn in der Familie LRS-Probleme bekannt sind.

Dazu gehören Fähigkeiten:
Silben klatschen
Reime bilden
Einzelne Laute erkennen
Formen auseinanderkennen
Musterreihen bilden
Stift halten
Wörter nachsprechen können